Feuchteschutz für Trockenbau in Bad & Co

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Feuchteschutz im Trockenbau

Nässe und Feuchtigkeit kann in Gebäuden großen Schaden anrichten. Damit bei Trockenbau-Projekten im häuslichen Badezimmer ebenso wie in Großküchen, Schwimmbädern, Wellnessbereichen und Labors alles trocken bleibt, sind zuverlässige Spezialplatten aus Gips- oder Zement und korrosionsgeschützte Konstruktionen gefordert.

LaHydro von Siniat: die Spezial-Gipsplatte für Nassräume

Trocken gegen Nass - Anforderungen im Trockenbau

Feucht- und Nassräume stellen hohe Anforderungen an Bauprodukte und Konstruktionen. Feuchteresistenz und Wasserbeständigkeit stehen hier im Vordergrund. Normen und andere gesetzliche Vorschriften dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden. Die Bauordnung schreibt vor, Bauwerke und Bauteile so anzuordnen, „dass durch Wasser, Feuchtigkeit sowie andere chemische, physikalische und biologische Einflüsse, Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen.“   Eine mangelfreie Planung und Ausführung der Trockenbau-Arbeiten muss sichergestellt werden:

  • in Feuchträumen, wie z. B. privaten Bädern und Wäschereien
  • in Nassräumen wie Großküchen und Schwimmbädern sowie
  • in nicht direkt bewitterten Außenbereichen.

Die gestellten Anforderungen sind allerdings unterschiedlich. Während grüne GKBI-Gipskartonplatten im Trockenbau für geringe und mäßige Feuchtigkeitsbeanspruchung wie in Bad oder Küche ausreichend sind, fordern hoch nässebeanspruchte Bereiche spezielle Materialien, die den Beanspruchungsklassen A1 oder C entsprechen müssen und bauaufsichtlich geregelt sind.

FECHTUCH-UND-NASSRAUME

Definition Nassraum
Nach DIN 18195-1 ist ein Nassraum definiert als:„Innenraum, in dem nutzungsbedingt Wasser in solcher Menge anfällt, dass zur Ableitung eine Fußbodenentwässerung notwendig ist.“

Definition Feuchtraum Die Definition eines Feuchtraums ist nicht genau definiert. Laut DIN 68800 gilt beispielsweise ein Raum erst dann als Feuchtraum, wenn die Luftfeuchtigkeit langfristig über 70 % liegt. Grundsätzlich sollte in allen Räumen, in denen mit einer erhöhten relativen Luftfeuchtigkeit oder mit Spritzwasser zu rechnen ist, eine geeignete Feuchtraumplanung erfolgen. Die Auswahl der Beplankungsart (Spezialplatte oder grüne Gipskartonplatte) muss in Feuchträumen immer in Abhängigkeit der Nutzungsbedingungen erfolgen.

Harte Bedingungen für Trockenbau-Materialien

In Feucht- und Nassräumen muss neben der Eignung der Beplankung auch der erforderliche Korrosionsschutz für die Unterkonstruktion beachtet werden. Dieser wird nicht nur von der relativen Luftfeuchte der Umgebung, sondern auch von weiteren Umweltfaktoren beeinflusst. Deshalb sollten bei der Planung von Trockenbaubaukonstruktionen in Feucht- und Nassräumen ergänzend folgende Punkte beachtet werden:

  • Relative Luftfeuchtigkeit
  • Schadgasbelastung der Umgebung
  • Salzgehalt der Umgebung
  • Gefahr von Tauwasserausfall
  • Spritzwassergefahr
  • Hinterlüftung

Feuchteschutzplatten - Die Siniat Platten für Feuchtraum und Nassraum

Ob imprägnierte grüne Gipskartonplatte, vliesummantelte Gipsplatte oder Zementplatte: Im Spezialsortiment von Siniat finden Sie unter unseren Trockenbauplatten genau den Nässe-Spezialisten, der zu Ihrem Bauvorhaben passt. Viele erfüllen neben dem Nässeschutz auch noch weitere Anforderungen. So gewähren sie auch optimalen Brandschutz oder Schallschutz bei Ihren Trockenbau-Projekten in Bad, Sauna, Großküche oder Schwimmbad. Jeweils perfekt auf die Platten abgestimmt sind unsere Spezial-Spachtelmassen. Für Trockenbaukonstruktionen in Feucht- und Nassräumen erhalten Sie mit den Siniat Spezialplatten plus Spachtelmassen eine geprüfte Kombination, die Ihnen bei allen weiteren Elementen die volle Wahlfreiheit lässt.

Feuchteschutzplatten im Überblick

Nässe mit Klasse

Die einzelnen Zonen in Feuchträumen und Nassräumen werden in unterschiedliche Beanspruchungsklassen – in Abhängigkeit der Belastung durch Nässe – unterteilt. Die Beanspruchungsklassen wurden gemäß Industriegruppe Gipsplatten im Bundesverband der Gips- und Gipsbauplattenindustrie e. V. Darmstadt (IGG) in 8 Klassen unterteilt.

   Beschreibung Beispiel
 0 Wand-, Boden- und Deckenflächen, die nur zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser gering beansprucht sind in Gäste WC´s (ohne Dusch- und Bademöglichkeit); in Hauswirtschaftsräumen, in Küchen mit haushaltsüblicher Nutzung, an Wänden im Bereich von Sanitärobjekten, z.B. Handwaschbecken und wandhängenden WC`s, an Decken in Bädern mit haushaltsüblicher Nutzung
 A0 Wand-, Boden- und Deckenflächen, die nur zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser mäßig beansprucht sind in Bädern mit haushaltsüblicher Nutzung oder Hotelbäder im unmittelbaren Spritzwasserbereich von Duschen und Badewannen mit Duschabtrennung, ohne und mit einem planmäßig genutzten Bodenablauf, z.B. barrierefreie Duschen
 A
Wand-, Boden- und Deckenflächen, die durch Brauch- und Reinigungswasser hoch beansprucht sind Wände und Böden in öffentlichen Duschen, in Nassräumen von Sportstätten und Wellnessbereichen, Schwimmbadumgänge, an Decken

Feuchtigkeitsbeanspruchung gering, mäßig und hoch

   Beschreibung Beispiel
 B Wand- und Bodenflächen in Schwimmbecken im Innen- und Außenbereich (mit von innen drückenden Wasser)  Wand- und Bodenflächen in Schwimmbecken
 C  Wand- und Bodenflächen bei hoher Wasserbeanspruchung und in Verbindung mit chemischer Beanspruchung  Wand- und Bodenflächen in Räumen bei begrenzter chemischer Beanspruchung (ausgenommen sind Bereiche, in denen das Wasserhaushaltsgesetz (§19 WHG) anzuwenden ist)

Trockenbau-Beplankung mit Feuchteschutz

NÄSSE-SCHUTZSCHILD

Die richtige Beplankung gegen Feuchte und Nässe

Standard Gipskartonplatten würden beim Trockenbau in Räumen mit stärkerer Wasserbelastung an ihre Grenzen stoßen. Hier kommen nässeresistente Spezialplatten als Beplankung zum Einsatz. So können selbst in Nassräumen wie Schwimmbädern ohne weiteres Trockenbaukonstruktionen verwendet werden.

FEUCHTESCHUTZ-POWER IST GRÜN

Grüne Gipskartonplatten für Bad und Feuchtraum

Geht es um Feuchträume in normalen Wohnbereichen, sehen Trockenbauer Grün. Denn Gipskartonplatten in Grün sind ein klares Kennzeichen, dass Feuchtigkeit bei geringer und mäßiger Beanspruchung hier keinen Schaden anrichten kann. Der Gipskern der grünen Gipskartonplatten ist imprägniert und somit problemlos in Einbaubereichen mit geringer oder mäßiger Feuchtebeanspruchung einsetzbar. Der grün eigefärbte Karton erleichtert bei der Montage die Unterscheidung zur herkömmlichen GKB- oder GKF-Platte.
Wichtig in diesen speziellen Einbaubereichen ist, dass die Platten technisch korrekt verarbeitet und abschließend mit einer Abdichtung versehen werden.
Die „Grüne“ wird für den Einsatz in Bereichen mit Beanspruchungsklasse 0 oder A0 empfohlen (z. B. Bäder, Duschen, Küchen oder Hauswirtschaftsräume im Wohnungsbau). Bei Siniat erhalten Sie die GKBI-Gipskartonplatte LaGyp imprägniert – millionenfach bewährt als Standardplatte im Feuchteschutz.

Sobald es allerdings in hochnässebeanspruchte Bereiche geht, greifen höhere Anforderungen an den Nässeschutz, die mit einer GKBI-Platte nicht mehr erfüllt werden. Andere Spezialprodukte sind hier gefragt – und bringen andere Farben ins Spiel.

NÄSSESCHUTZ-POWER HAT VIELE FARBEN

Spezial-Produkte für Nassräume

Für extremere Anforderungen und hohe Beanspruchung der Klassen A1, A2 und C in Nassräumen reichen grüne Gipskartonplatten nicht mehr aus. Schwimmbäder, öffentliche Duschen oder Großküchen fordern eine stärkere Nässeschutz-Power. Wände und Decken müssen den nutzungs- und klimabedingten Feuchtigkeits- und Nässeeinwirkungen standhalten. Darum sind Trockenbau-Produkte gefragt, die besonders wenig Feuchtigkeit aufnehmen können.

Gipsplatten können durch spezielle Ummantelungen eine extrem hohe Nässeresistenz erreichen, da sie kaum Wasser aufnehmen. Im Sortiment von Siniat finden Sie hier die Spezialplatte LaHydro, die mit speziellem Glasvlies ummantelt ist. Sie quilt bei Wassereinwirkung nicht auf, bleibt extrem formstabil und bietet Schimmelpilzen keinen Nährboden. Als extrem stabiles Trägermaterial ist sie auch perfekter Untergrund für Fliesen oder sogar für Fassadenbekleidungen im nicht direkt bewitterten Außenbereich. Ebenfalls höchst wässeresistent ist die Siniat Zementgebundene Trockenbauplatte Hydropanel. Sie erfüllt selbst die härtesten Anforderungen in Sachen Nässeschutz  und kann auch in Einbaubereichen Temperaturen bis zu 90 Grad eingebaut werden.

Unterkonstruktionen und Zubehör mit Korrosionsschutz

In Feuchträumen und nässebeanspruchten Umgebungen müssen bei Trockenbau-Elementen auch die inneren Werte stimmen: Neben den richtigen Platten für die Beplankung zählt auch der richtige Korrosionsschutz für die Unterkonstruktion und das Zubehör. Die Anforderungen sind hier in verschiedene Schutzklassen eingeteilt und orientieren sich an der jeweiligen Belastung: Profil von der Schutzklasse Standard bis hin zur höchsten Schutzklasse C5  vom Standard Profil.

  Ausgewählte
Beispiele 
 Merkmale Belastung  Empfohlene Schutzklasse
Büros, Läden,
Schulen, Hotels

  • Keine Luftbelastung
  • Unbedeutende Luftfeuchtigkeit  

Unbedeutend   Standard
Unbeheizte Lager
  • Geringe Luftbelastung
  • Luftfeuchtigkeit kann eindringen
 Gering  Standard / C3
Lebensmittel-

produktion
  • Mäßige Luftbelastung mit Ausdünstung oder Abgasen
 Mäßig  C3
Schwimmbäder,
Wäscherein
  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Starke Luftbelastung mit Chemikalien wie Chlor
 Stark  C3/C5
Solebäder, Saunabereiche,
Chemische Labore
  • Sehr starker Salzgehalt in der Luft
  • Sehr hohe Luftfeuchtigkeit
 Sehr stark  C5/C5+

Trockenbau-Expertise zur Unterstützung Ihres Bauvorhabens

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