Abgehängte Decken gehören zu den favorisierten Anwendungen im Trockenbau. Sie überzeugen nicht nur durch ihre hochwertige Ästhetik und Langlebigkeit, sondern tragen auch zur Praktikabilität bei: Zahlreiche Installationen wie Leitungen, Lüftungssysteme oder Beleuchtungselemente können elegant verborgen werden.
Doch abgehängte Decken sind im Laufe ihrer Nutzungsdauer auch Risiken ausgesetzt. Fehler bei der Installation oder unzureichende Wartung können sowohl die Funktionalität als auch die Sicherheit beeinträchtigen.
Unser Know-how für Ihre Sicherheit
Basierend auf unserer Erfahrung haben wir die wichtigsten technischen und sicherheitstechnischen Aspekte zusammengetragen, die entscheidend für die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit abgehängter Decken sind.
Wichtige Hinweise vor dem Einbau
Entwurf & Planung
Freigabe durch den Architekten: Vor dem Einbau sollte eine detaillierte Zeichnung der Decke vom Architekten abgenommen werden
Einhaltung der Systemvorgaben
Maximale Abstände: Bestimmen Sie die maximalen Abstände zwischen den Deckenelementen gemäß der Siniat-Systemdokumentation.
Einheitlichkeit der Komponenten
Kompatibilität: Verwenden Sie ausschließlich Komponenten aus dem Siniat-Deckensystem, um die Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten.
Belastung
Zusätzliche Lasten: Siniat-Decken sind für eine gleichmäßig verteilte Belastung von max. 6 kg/m² und für max. 10 kg je Abhängepunkt ausgelegt.
Bewegungsfugen
Großflächige Decken: Setzen Sie Bewegungsfugen ein, die die horizontale Fläche alle 10 m unterbrechen, um strukturelle Bewegungen auszugleichen.
Anpassen der Deckenhöhe
Verwendung des Abhängedrahts mit Öse: Wenn der Abhängedraht mit Öse als Aufhängeelement verwendet wird, ist nur eine Doppelfeder spezial als Verlängerung zulässig.
Größere Aufhängungen: Bei größeren Aufhängungen empfehlen wir die Verwendung eines längeren Abhängedrahts mit Öse oder die Verwendung eines Nonius-Oberteils als Aufhänglösung.
Finden Sie mühelos das richtige System für Ihr Projekt! Unser Systemselektor macht es Ihnen leicht, die passenden Deckenkonstruktion auszuwählen.
Während der Montage
Deckenmontage
Baustellenbereitschaft: Stellen Sie sicher, dass alle vorgelagerten Arbeiten abgeschlossen sind und das Gebäude wetterfest ist.
Kein Betreten der Deckenkonstruktion
Gefahr für die Decke: Dies könnte zu einer Beschädigung der Gipskartonplatten, der Konstruktion und sogar zum Einsturz der Decke und zu schweren Verletzungen führen. Die Decke ist nicht dafür ausgelegt, eine zusätzliche, auch nur kurzfristige Last zu tragen.
Dämmung
Gleichmäßige Verteilung: Bringen Sie die Dämmschicht gleichmäßig an und vermeiden Sie Feuchtigkeit während der Montage.
Kürzen von Abhängeelemente
Installationen oberhalb der Decke: Werden bei Installationen wie Klimaanlagen, Lüftungen oder Beleuchtungsanlagen Abhängungs - oder Befestigungselemente des Deckensystems entfernt oder unterbrochen, ist die Stabilität der Decke gefährdet.
Wir empfehlen dringend, solche Arbeiten von erfahrenen Ingenieuren mit Fachkenntnissen überwachen zu lassen.
Keine zusätzlichen Lasten
Unabhängige Befestigung: HLK-Systeme dürfen nicht an der Gipskartondecke aufgehängt werden, sondern müssen an den tragenden Elementen des Gebäudes befestigt werden.
Übertragung von Schwingungen
Durchdringende Installationen: Bei allen durchdringenden Installationen, wie z. B. Lüftungskanälen, sollte ein umlaufender Spalt vorgesehen werden.
Füllen Sie diesen Spalt mit einem elastischen Material, wie z. B. Silikon, aus, um jede Art von Schwingung, die von der Installation selbst ausgeht, vollständig zu absorbieren.
Vermeidung von Schäden: Vibrationen können zu Rissen und anderen ästhetischen Veränderungen an der Deckenoberfläche führen.
Erfahren Sie alles über die richtige und sichere Montage von abgehängten Decken.
Entdecken Sie alle wichtigen Informationen in unseren umfassenden Trockenbauguides zum Thema Decken.
Nach der Arbeit:
Eine Decke in gutem Zustand halten
Wartung
Wir empfehlen eine regelmäßige Funktionskontrolle der verdeckten Installationen, da Probleme wie z. B. Flüssigkeitsaustritt, Kondensation oder Funkenbildung in der Verkabelung zu Schäden an der darunter liegenden Decke führen können.
Im Falle von Wasseraustritt ist eine sofortige Reaktion erforderlich. Der erste Schritt sollte darin bestehen, die Quelle des Lecks zu ermitteln und auszuloten. Dann sollte das Wasser aus der Decke abgelassen und die erforderlichen Schritte zum Austausch der schadhaften Stelle unternommen werden. Stechen Sie die Decke an, um das Wasser abzulassen. Danach müssen die vom Schaden betroffene Gipskartonplatte begutachtet werden. Die beste Lösung besteht darin, die gesamte Gipskartonplatte zu ersetzen und nicht nur einen Teil derer. Die Begutachtung sollte durch Sichtnahme von der nächstgelegenen Zugangsplatte aus erfolgen, sofern eine solche vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, sollte eine spezielle Öffnung geschnitten werden, wobei darauf zu achten ist, elektrische Leitungen, Sanitär-, Gas- oder HLK-Kanäle zu meiden, die sich in dem Zwischenraum oberhalb der Gipskartondecke befinden könnten.
Anwendungsbereich dieser Empfehlungen:
Einzelhäuser und Wohngebäude
Die vorliegenden Empfehlungen gelten für Räumlichkeiten mit den üblichen Wohnbedingungen in Bezug auf Raumtemperatur, Feuchtigkeitsgehalt etc. Bei industriellen oder anderen Bedingungen mit hoher Feuchtigkeit gelten zusätzliche Anforderungen.